Newsletter Mai 2020

Newsletter 5 / 2020

Hier finden Sie die kompletten Beiträge des Newsletters vom 14. Mai 2020.
Den Newsletter vom 14.  Mai 2020 hier als pdf-Datei (406 kB) downloaden.

14. Mai 2020

Liebe LeserInnen,

in letzter Zeit erhalten Sie nun etwas öfter E-Mails von uns als gewohnt. Wir denken, dies ist in Ihrem Sinne. Wie immer freuen wir uns über Rückmeldungen von Ihnen!
In den LebensOrten und Werkstätten gibt es nun je nach Bundesland unterschiedliche „Lockerungen“. Durch Ihre Angehörigen und die Mitarbeitenden in den Einrichtungen sind Sie sicher jeweils auf dem aktuellen Stand.
In unserem Spendenbrief, der bei Ihnen in den nächsten Tagen im Briefkasten liegen wird, beschreiben wir, warum wir Leichte und Einfache Sprache für unsere Angehörigen für wichtig halten.

Bleiben Sie guten Mutes und genießen Sie weiter die grünen Maientage!
Mit herzlichen Grüßen
Ihre Newsletter-Redaktion
Volker Hauburger und Alfred Leuthold

INHALT

  • Zu Corona
  • BTHG – Bundesteilhabegesetz
  • Neues aus Politik und Gesellschaft
  • Neulich in …
  • Termine
  • Lust auf mehr …
  • Partizipationsfragen

Zu Corona

Pressemitteilung von Anthropoi Selbsthilfe

Anthropoi Selbsthilfe veröffentlichte am 7- Mai 2020 eine Pressemitteilung “Verbesserung der Corona-Testkapazitäten – auch Menschen mit Assistenzbedarf und Mitarbeiter*innen in besonderen Wohnformen müssen profitieren!” Sie finden den Text (pdf) unter:
https://anthropoi-selbsthilfe.de/wp-content/uploads/2020/05/1_20200507_pm-anthropoi-selbsthilfe_zu-coronatests_7mai2020.pdf

Ausnahmen für Menschen mit Behinderung von der Maskenpflicht

Liste mit den Regelungen in den einzelnen Bundesländern:
https://www.aktion-mensch.de/corona-infoseite/regelungen-fuer-menschen-mit-behinderung-zur-maskenpflicht.html

Pflegeunterstützungsgeld

Die Lebenshilfe hatte beim Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen um eine Klarstellung gebeten, dass die Corona-Krise und die dadurch verursachten Schließungen von Einrichtungen eine akute Pflegesituation darstellen. Eltern, deren Kinder – auch im Erwachsenenalter – nun von ihnen betreut werden, können grundsätzlich Pflegeunterstützungsgeld (Paragraf 44a Sozialgesetzbuch XI) für bis zu zehn Arbeitstage beantragen. Die Entscheidung liegt bei den einzelnen Pflegekassen, der Spitzenverband hat dies allerdings als seine Auffassung klargestellt. Damit sollte spätestens im Widerspruch die Leistung ermöglicht werden.

Website Corona Leichte Sprache

Im März haben Anne Leichtfuß und Kirsten Czerner-Nicolas eine neue Website für Menschen mit Assistenzbedarf ins Leben gerufen. Inzwischen ist sie richtig groß geworden mit sehr vielen zusammengetragenen Informationen rund um Corona in Leichter Sprache. Die Grafikerinnen Simone Fass und Inga Kramer erstellen extra Zeichnungen. Die Texte werden von Menschen mit Assistenzbedarf geprüft, darunter auch von der Prüfgruppe der Werkstätten Gottessegen Dortmund. Alle arbeiten ehrenamtlich an der Website – tolles Projekt!
https://corona-leichte-sprache.de/
Dort finden Sie auch eine Anleitung zur Verwendung von Zoom auf dem Smartphone:
https://corona-leichte-sprache.de/media/blog/12/attachment-1585640622.pdf
Anne Leichtfuß, die Übersetzerin und Dolmetscherin für Leichte Sprache ist, hat auf ihrer Website https://einfachstars.info einen täglichen Blog „Die gute Nachricht“.

BTHG – Bundesteilhabegesetz

Informationen auf unserer Website

Aktuelle Informationen finden Sie auf unserer Website unter
https://anthropoi-selbsthilfe.de/service/bundesteilhabegesetz/
(Andere Rechts-Informationen finden Sie unter
https://anthropoi-selbsthilfe.de/service/recht/)

Neues aus Politik und Gesellschaft

Bluttests: Politische Entscheidung gefordert

Vorgeburtliche genetische Bluttests: Es braucht endlich eine politische Entscheidung!
In einem gemeinsamen Positionspapier fordern 40 Organisationen, darunter auch Anthropoi Selbsthilfe, den Deutschen Bundestag dazu auf, Entscheidungen bezüglich der Anwendung vorgeburtlicher Untersuchungen zu treffen, deren Ergebnisse keine Behandlungsoptionen eröffnen. Download des Positionspapiers (pdf):
https://anthropoi-selbsthilfe.de/wp-content/uploads/2020/05/1_20200430_positionspapier_NIPT.pdf

Aufruf “100 Euro mehr, sofort: Solidarisch für sozialen Zusammenhalt und gegen die Krise”

In einem gemeinsamen Aufruf fordern Spitzenvertreter*innen des Deutschen Gewerkschaftsbundes, des Paritätischen Gesamtverbands und weiterer bundesweiter Organisationen angesichts der Coronakrise Soforthilfe für arme Menschen. U.a. Anthropoi Selbsthilfe und Anthropoi Bundesverband haben sich dem Aufruf angeschlossen. Zum Text der Erklärung:
https://www.der-paritaetische.de/fachinfo/aufruf-100-euro-mehr-sofort-solidarisch-fuer-sozialen-zusammenhalt-und-gegen-die-krise/

Neulich im …

… Internet

Im Moment sind wegen des Wegfalls von Live-Veranstaltungen digitale Angebote gefragt. Auch wir Anthropoi Selbsthilfe sind diesbezüglich aktiv.

Weiß blühender Baum mit eingefügtem Text "Unser Blog in Corona-Zeiten

Anfang April haben wir „Unser Blog in Corona-Zeiten“ eingerichtet, bisher sind schon 18 Beiträge erschienen, erstellt von Ingeborg Woitsch und Alfred Leuthold.
Nun haben wir ab sofort die Frequenz des Blogs verringert auf 1x wöchentlich, sozusagen eine „Lockerung“.
Immer mittwochs erscheint nun ein neuer Beitrag.
Schauen Sie gerne rein – auch die älteren Beiträge sind weiter abrufbar.
https://anthropoi-selbsthilfe.de/category/blog-in-corona-zeiten/

Vorschaubild für Video "Wir schreiben weiter" Nummer 1

Unsere mittelpunkt-Schreibwerkstätten sind nun definitiv im Video-Zeitalter angekommen.
Infos und Links zu den Videos finden sie unter
https://anthropoi-selbsthilfe.de/anthropoi-selbsthilfe/mittelpunkt-schreibwerkstaetten/

Termine

Mitgliederversammlung Anthropoi Selbsthilfe

11. Oktober 2020
Ort: Frankfurt / M.
Termin bitte vormerken

Lust auf mehr…

Buch „Wer bist du?“ von Florian Jaenicke

„…vielleicht ist dieses Buch sogar die beste Lektüre in der Corona Krise, die einen lehrt, dass man sein Leben durchplanen kann – dass das Leben einen aber immer wieder vor ungeplante Tatsachen stellt“, schreibt Thorsten Schmitz in seiner Rezension in der Süddeutschen Zeitung.
https://www.sueddeutsche.de/kultur/ein-vater-und-sein-sohn-friedrich-kann-gluecklich-sein-1.4868617

Buch „Leben pur – Spielen“

Das aktuelle Buch der Leben-pur-Reihe des bvkm widmet sich einem Grundbedürfnis aller Menschen: dem Spielen. Mit den interdisziplinären Beiträgen in diesem Buch werden vielfältige Ideen bereitgestellt, Spielräume für Menschen mit komplexer Behinderung zu gestalten. Das Buch gibt – neben vielen grundlegenden Informationen – Anregungen, wie mit einfachen Mitteln bekannte Spiele adaptiert und verändert werden können. Ein interessantes Buch, das gerade in den Zeiten der Corona-Pandemie für Abwechslung im Alltag sorgen kann.
https://verlag.bvkm.de/produkt/leben-pur-spielen/

Durch Worte Bilder im Kopf entstehen lassen

Hörfilme / Audiodeskription – Was ist das, wie wird das gemacht? Audiodeskription ergänzt das Gehörte und Gefühlte in Film, TV, Theater usw. Sie ermöglicht blinden und sehbehinderten Menschen den Zugang zu Kunst und Kultur. Erfahren Sie mehr dazu in einem interessanten Gespräch mit der deutschen Pionierin der Audiodeskription Anke Nicolai. Sie ist zu Gast bei KRAUTHAUSEN – face to face. Video, 28 Min.
https://krauthausen.tv/sendung-25-mit-anke-nicolai/?mc_cid=3ab36cc258&mc_eid=ade4f6361a

Doku-Film Crip Camp

Barack und Michelle Obama haben 2018 eine Filmproduktionsfirma gegründet: Higher Ground realisiert nun sieben Filme für Netflix, und einer von ihnen ist „Crip Camp“. Er zeigt das Sommerlager für Jugendliche mit Behinderungen Camp Jened in den USA der Siebziger, aus dem wichtige Schritte für die US-Behindertenrechtsbewegung folgten. Regisseur James LeBrecht (1971 war er selbst Camper) und Co-Regisseurin Nicole Newnham kombinieren historische Filmaufnahmen aus dem Camp mit Zeitzeug*innen-Interviews. 106 Min., leider nur auf Netflix. Artikel dazu:
https://dieneuenorm.de/crip-camp-behindertenrechtsbewegung/
auf englisch:
https://www.goodhousekeeping.com/life/entertainment/a31957693/camp-jened-now-closed-down-crip-camp-netflix-documentary/

Partizipations-Fragen

Serie: Die richtigen Fragen stellen! – Teil 3

Um Menschen mit Assistenzbedarf tatsächlich gesellschaftlich wirksame Mitbestimmung zu ermöglichen, braucht es ein Umdenken, einen Wertewandel und einen Umbau gewohnter Strukturen und Abläufe. Um Veränderungsprozesse anzubahnen, hat der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe (BeB) in Zusammenarbeit mit dem Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft (IMEW) eine Fragensammlung entwickelt. Mit Hilfe der Fragen kann in Organisationen und Kommunen ein Mehr an Partizipation herbeigeführt werden, insbesondere für Menschen mit Lernschwierigkeiten, mit psychischen Beeinträchtigungen und Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf.

Die Fragensammlung berührt drei Themengebiete: Haltungen und Werte, partizipative Strukturen und alltägliches Handeln. Die Fragensammlung „Mitbestimmen!“ ist in schwerer und Leichter Sprache als Download und, solange der Vorrat reicht, als Broschüre verfügbar.

Es gibt die Fragensammlung und drei illustrierende Filme online unter:
www.beb-mitbestimmen.de

In einer kleinen Serie möchten wir Ihnen zur Anregung beispielhaft ein paar Fragen daraus
vorstellen.

FRAGE:
Wie werden bedarfsorientierte Informationen zu politisch relevanten Themen (beispielsweise zu Parteien oder Gesetzen) an Menschen mit Behinderung in Organisation und Kommune herangetragen?
Stehen auch barrierefreie Informationen zur Verfügung? Zum Beispiel: In Leichter Sprache.

(Aus dem Teil: „Alltägliches Handeln beleuchten und verändern – C.8 Politische Partizipation in Organisation und Kommune – Frage 8.3“)

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Impressum

Anbieterkennzeichnung gemäß § 5 Telemediengesetz

Im Auftrag des Vorstandes von Anthropoi Selbsthilfe: Alfred Leuthold
Herausgegeben von der Beratungs- und Geschäftsstelle der
Bundesvereinigung Selbsthilfe im anthroposophischen Sozialwesen e.V.
— Anthropoi Selbsthilfe —
Argentinische Allee 25 | 14163 Berlin
Tel. 030 / 80 10 85 18 | Fax 030 / 80 10 85 21
E-Mail: info@anthropoi-selbsthilfe.de
https://anthropoi-selbsthilfe.de

Anthropoi Selbsthilfe wird gesetzlich vertreten durch den Vorstand: Klaus Biesdorf, Doris Bröring-Boklage, Andreas Enke, Volker Hauburger, Sabine von der Recke
Fotos: Alfred Leuthold, Ingeborg Woitsch

Spendenkonto

bei Bank für Sozialwirtschaft Berlin, BIC: BFSW DE33 BER
IBAN: DE88 1002 0500 0003 2472 00