Newsletter November 2020

Newsletter 11 / 2020

Den Newsletter vom 17.  November 2020 hier als pdf-Datei (354 kB) downloaden.

17. November 2020

Liebe Leser*innen,

auch wenn derzeit die Corona-Pandemie wieder unseren Alltag stark bestimmt, es gibt noch andere Themen. Davon haben wir Ihnen hier einige zusammengestellt. Falls Sie etwas vermissen oder Anregungen haben, teilen Sie uns dies bitte gerne mit.
Der Philosoph Henry David Thoreau (1817 – 1862) schrieb: „Aus jedem Tag das Beste zu machen, das ist die größte Kunst.“

In diesem Sinne mit den besten Adventsgrüßen
Ihre Newsletter-Redaktion
Volker Hauburger und Alfred Leuthold

INHALT

  • Neues aus der Selbsthilfe
  • Corona
  • Neues aus Politik und Gesellschaft
  • Neulich in …
  • Termine
  • Lust auf mehr …

Neues aus der Selbsthilfe

In eigener Sache: Mitarbeiter*in gesucht

Zum 1. April 2021 sucht Anthropoi Selbsthilfe ein*n Mitarbeiter*in „Fachkraft Bürokommunikation“ in Teilzeit für die Beratungs- und Geschäftsstelle in Berlin.
Alle Informationen zur Stellenausschreibung finden Sie unter
https://anthropoi-selbsthilfe.de/fachkraft-buerokommunikation-gesucht/

Corona

Petition „Schutz und Teilhabe für Menschen mit Behinderung in Wohneinrichtungen“

„Warum werden wir anders behandelt als der Rest der Gesellschaft?“ Das fragen die Bewohner*innen des LebensOrtes Johannishag in der Nähe von Bremen (https://www.leben-arbeiten.de/index.php/petition), seit die Pandemie unser aller Leben verändert hat – für einige Menschen weniger, für andere mehr. Unterschriftensammlung auf change.org:
https://www.change.org/p/dr-carola-reimann-schutz-und-teilhabe-f%C3%BCr-menschen-mit-behinderung-in-wohneinrichtungen?utm_content=cl_sharecopy_25123236_de-DE%3A2&recruiter=1155239487&utm_source=share_petition&utm_medium=copylink&utm_campaign=share_petition

Schnelltests auf Corona jetzt auch für Menschen mit Behinderung

Eine Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums stellt seit 15.10.20 sicher, dass Menschen mit Behinderung zur Prävention Schnelltests auf Corona kostenfrei erhalten – wenn ambulante Dienste und Einrichtungen ein entsprechendes, vom Gesundheitsamt akzeptiertes Testkonzept haben und die Beschaffung und Durchführung der Tests durch die Dienste und Einrichtungen vom Gesundheitsamt bewilligt wurden. Gleiches gilt auch für die Testung von Besucherinnen und Besuchern, jedoch nur in Einrichtungen. Verordnung im Wortlaut:
https://www.bundesanzeiger.de/pub/publication/2coerGfapyesEix72ma/content/2coerGfapyesEix72ma/BAnz%20AT%2014.10.2020%20V1.pdf?inline

Anthroposophische Kunsttherapie

Die künstlerischen Therapien der Anthroposophischen Medizin fördern die Genesungskräfte des Menschen und unterstützen die Patientinnen und Patienten dabei, Erkrankungen aktiv entgegenzuwirken. Ziel der künstlerischen Therapieformen ist es, dass sich der Patient mit Phänomenen seiner Erkrankung auseinandersetzt und durch sein schöpferisches Handeln auch seelische und geistige Bedingungen schafft, um gesund zu werden. Die bewusste Auseinandersetzung mit Ton, Holz oder Stein, Farbe, Form, Klang, Sprache oder Bewegung eröffnet vielen Menschen neue Wege zur Bewältigung von Krankheit und Problemen.
Es geht beim Plastischen Gestalten, dem Zeichnen und Malen sowie dem Musizieren und der Sprachgestaltung nicht um das Erlernen künstlerisch-handwerklicher oder ästhetischer Fähigkeiten. Vielmehr geht es um die unmittelbare Auseinandersetzung mit Gefühlen, Gedanken und inneren Kräften, die sich in der Gestaltung von Formen, Farben oder Tönen, Melodien und Rhythmen äußern. Die Möglichkeiten der Kunsttherapie stellt die » International Coordination of Anthroposophic Arts Therapies in kurzen Clips vor:
https://damid.de/verstehen/therapien/kunsttherapie.html

Weiterhin finden Sie aktuelle Informationen

bei der Aktion Mensch unter
https://www.aktion-mensch.de/corona-infoseite.html?utm_campaign=baseline&utm_medium=e-mail&utm_source=nl_2020_11_08&utm_term=MailingID2421805_SendingID252288
sowie
in Leichter Sprache unter
https://corona-leichte-sprache.de/page/16-aktuelles.html

Neues aus Politik und Gesellschaft

Deutscher Behindertenrat zur Betreuungsrechtsreform

Das DBR-Positionspapier vom 12.11.20 zum Regierungsentwurf des Gesetzes zur Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts finden Sie unter
https://www.deutscher-behindertenrat.de/ID256675

Assistenz im Krankenhaus

Pressemitteilung von MdB Corinna Rüffer: Assistenz im Krankenhaus für alle behinderten Menschen sicherstellen
https://www.corinna-rueffer.de/pm-assistenz-im-krankenhaus-sicherstellen/

Entschließung des Bundesrates für eine Klärung der Kostenübernahme für Assistenzkräfte im Krankenhaus sowie in Rehabilitationsmaßnahmen für behinderte Menschen
6. Nov. 2020: Der Bundesrat fordert die Bundesregierung auf, eine Klärung der Kostenübernahme für Assistenzkräfte im Krankenhaus sowie in Rehabilitationsmaßnahmen für behinderte Menschen herbeizuführen und eine entsprechende Änderung oder Ergänzung des SGB V beziehungsweise des SGB IX vorzunehmen.
https://www.bundesrat.de/SharedDocs/drucksachen/2020/0501-0600/583-20(B).pdf?__blob=publicationFile&v=1

Neulich in …

… ganz Deutschland:
Online-Meeting für mittelpunkt-Schreibanleiter*innen

Screenshot der Zoomkonferenz der mittelpunkt-Schreibanleiter*innen. Man sieht die Köpfe der Teilnehmenden.

 

Die Schreibanleiter*innen-Tagung des mittelpunkt-Projektes von Anthropoi Selbsthilfe fand in diesem Jahr online statt. Virtuell haben sich zehn Schreibanleiter*innen aus zehn Einrichtungen getroffen. Im Update-Gespräch zur aktuellen Situation wurde deutlich, dass eine hörbare Nachfrage von Menschen mit Assistenzbedarf nach den Schreibgruppen besteht. Allerdings können nur in wenigen Einrichtungen Veranstaltungen wohngruppenübergreifend stattfinden. Als kreative Impulsgeber für Schreibwerkstätten nutzten die TeilnehmerInnen die Schreib-Snacks und Erklär-Videos des mittelpunkt-Projektes. Vorgestellt haben wir bei diesem Meeting auch das neue mittelpunkt-Magazin “HALLO!” für Menschen mit Assistenzbedarf mit dem Thema “Mitbestimmen”. Freudig begrüßt wurde die Aussicht, Schreibgruppen in der Corona-Zeit online als Videokonferenz zu konzipieren und auch einrichtungsübergreifend anzubieten. Aktuelle Infos:
https://anthropoi-selbsthilfe.de/anthropoi-selbsthilfe/mittelpunkt-schreibwerkstaetten/

Termine

Inklusiver Europäischer Kongress 2021 „Grenzen bewegen“

2. bis 5. Juni 2021
Zürich, Volkshaus
www.vahs.ch/k21

KongressFestival Soziale Zukunft

17. bis 20. Juni 2021
Bochum, Jahrhunderthalle
https://www.sozialezukunft.de

Lust auf mehr…

Jetzt auch in Stuttgart: MZEB

MZEB heißt: Medizinisches Behandlungszentrum für Erwachsene mit geistiger Behinderung oder schweren Mehrfachbehinderungen. Nun hat das Diakonie-Klinikum Stuttgart in enger Zusammenarbeit mit dem Caritasverband Stuttgart und weiteren Partnern ein solches MZEB in Stuttgart eingerichtet, direkt an das Akut-Krankenhaus angegliedert.
Das MZEB ist ein Angebot, das nach der hausärztlichen Grundversorgung und der fachärztlichen Weiterversorgung angesiedelt ist. Wenn die medizinische Betreuung von Menschen mit Behinderung im Regelversorgungssystem möglich ist, erfolgt sie weiterhin dort. Das MZEB konkurriert also nicht mit den niedergelassenen Ärzten und versteht sich als Partner und Unterstützungsangebot. Um in einem MZEB behandelt werden zu können, gibt es Eingangskriterien, die erfüllt sein müssen. Hierzu zählen z.B. ein bestimmter Grad der Behinderung, das Vorliegen von Merkzeichen G, aG, H, BI oder GI bestimmter Krankheitsdiagnosen, die je nach Ausrichtung des MZEBs variieren können. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab, ob die Zugangskriterien erfüllt sind. Seit 2015 haben mehr als 50 dieser Zentren Ihre Arbeit in Deutschland aufgenommen.
Weitere Informationen und wo Sie ein MZEB finden unter
https://bagmzeb.de/mzebs-finden/

Die EiS-App ist da!

EiS-App = Eine inklusive Sprachlern-App. Sie ist ein Wörterbuch für die Hosentasche, mit dem man Gebärden lernen kann. Begriffe werden durch vier Elemente erklärt: Symbol, Wort, Audio und Gebärdenvideo. So kann sich jede*r verständlich machen, egal ob sie/er lesen, schreiben, sehen, hören oder sprechen kann. Die EiS-App steht für Android-Geräte zur Verfügung. Im Store finden Sie eine kostenfreie Probeversion. Anhand von zehn Begriffen können Sie sehen, wie die EiS-App aufgebaut ist und wie die Bedienung funktioniert:
https://play.google.com/store/apps/details?id=de.woerterfabrik.eis_app&showAllReviews=true
Wenn Sie den gesamten Wortschatz der Basisversion der EiS-App nutzen möchten, dann registrieren Sie sich in der App und melden sich anschließend mit Ihren Zugangsdaten in Ihrem Nutzerkonto an. Als Privatperson haben Sie die Wahl zwischen einem Einzel- oder Familienabo und zwischen einer monatlichen oder jährlichen Zahlung. Für Institutionen wird ein Mietmodell angeboten. Bei Interesse melden Sie sich bei den Macher*innen.
Insbesondere Kinder, die mit einer Kommunikationshilfe versorgt sind, nutzen oft Apple-Geräte – die Apple-App ist in Arbeit.
https://www.eis-app.de/

Hefte über die digitale Welt in Einfacher Sprache

Die Bundeszentrale für politische Bildung, kurz bpb, betreibt auf ihrer Website einen Bereich in Einfacher Sprache: Politik. Einfach für alle. Dort finden Sie neben Texten direkt auf der Website auch Hörbücher sowie Bestellmöglichkeiten für die gedruckten Hefte in Einfacher Sprache “einfach POLITIK:” z.B. die Hefte „Internet“ und „Smartphone und andere Computer“. Die Hefte sind kostenlos, nur bei schweren Sendungen müssen Versandkosten bezahlt werden.
www.bpb.de/einfach-fuer-alle

inclutrain – Personenzentrierte berufliche Bildung für Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf

Ziel des Inclutrain-Projekts 2017 – 2020 war der Aufbau eines Berufsausbildungsrahmenkonzepts, das den individuellen Fähig- und Fertigkeiten von Menschen mit behinderungsbedingtem Unterstützungsbedarf entspricht. Der innovative Ansatz des Konzepts stellt keine fertigen Berufsbilder an den Beginn der Ausbildung. Auszubildende und Ausbilder*innen erarbeiten die Lernziele und -wege entsprechend den Fähigkeiten der Auszubildenden gemeinsam im Laufe der Ausbildung. Das Modellkonzept wird im landwirtschaftlichen Kontext praktisch erprobt, u.a. von der Hofgemeinschaft Weide-Hardebek. Nun kommt die Umsetzungsphase als neues EU-Projekt.
https://inclutrain.eu/

Biodynamische Landwirtschaft, was ist das eigentlich? – Eine Demeter-Landwirtin erklärt’s

Gisela Sengl sitzt für die Grünen im bayerischen Landtag und ist seit vielen Jahren Demeter-Landwirtin. Auf ihrem Hof arbeitet sie nach dem biodynamischen Prinzip. Was es damit auf sich hat, erklärt sie im Video für den Stern:
https://www.stern.de/panorama/wissen/bio–demeter–biodynamisch–eine-demeter-landwirtin-erklaert-das-biodynamische-prinzip-9456796.html

Digitaler Waldorf-Basar

Der Waldow Verlag hat die Pforten seines internationalen Online-Adventsbasars bis Weihnachten geöffnet. Der Erlös der selbstgemachten oder gewerblichen Kunstwerke, die von Schüler*innen, Eltern, Lehrern*inne und Händler*innen zum Verkauf angeboten werden, kommen den jeweiligen Waldorfschulen, Kindergärten oder anderen gemeinnützigen Organisationen zugute. Der Online-Marktstand ist für die Teilnehmer kostenlos. Zusätzlich bietet der Waldow Verlag weihnachtliche Basteltipps gratis zum Herunterladen an.
www.waldowverlag.de/waldorfbasar

Buch „Die große Welt und die kleine Paula“

Paula Kleine wurde 1928 geboren und hat fast ihr ganzes Leben in Einrichtungen der Psychiatrie und der Behindertenhilfe zugebracht. Sie hat die Euthanasie überlebt, weil sie von mutigen Ordensschwestern auf dem Dachboden versteckt wurde, als die Transporte in die Vergasungsanstalten kamen. Am Ende ihres Lebens wurde sie durch ihre Hauptrolle in dem Film „Verrückt nach Paris“ bekannt. Interview mit dem Autor:
https://taz.de/Buchautor-ueber-Euthanasie-Ueberlebende/!5718787/?mc_cid=0d2312616a&mc_eid=ade4f6361a
Heinz Becker, „Die große Welt und die kleine Paula. Eine Geschichte der Behinderung“, 327 S., Beltz-Verlag, ISBN: 978-3-7799-6274-8, 29,95 Euro

VdK-Podcast: In guter Gesellschaft – Verena Bentele fragt, wo’s hakt

Folge 7 – Sahra Wagenknecht, wie kann man die soziale Spaltung aufhalten? https://www.vdk.de/deutschland/pages/podcast/podcast/80631/folge_7_sahra_wagenknecht
Dort sind auch alle anderen Folgen abrufbar.

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Impressum

Anbieterkennzeichnung gemäß § 5 Telemediengesetz

Im Auftrag des Vorstandes von Anthropoi Selbsthilfe: Alfred Leuthold
Herausgegeben von der Beratungs- und Geschäftsstelle der
Bundesvereinigung Selbsthilfe im anthroposophischen Sozialwesen e.V.
— Anthropoi Selbsthilfe —
Argentinische Allee 25 | 14163 Berlin
Tel. 030 / 80 10 85 18 | Fax 030 / 80 10 85 21
E-Mail: info@anthropoi-selbsthilfe.de
https://anthropoi-selbsthilfe.de

Anthropoi Selbsthilfe wird gesetzlich vertreten durch den Vorstand: Sabine Band, Doris Bröring-Boklage, Andreas Enke, Volker Hauburger, Volker Schwetje
Fotos: Screenshot von I. Woitsch

Spendenkonto

bei Bank für Sozialwirtschaft Berlin, BIC: BFSW DE33 BER
IBAN: DE88 1002 0500 0003 2472 00